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Scientology: Ich klage an!


Mit gemischten Gefühlen - Nachdem ich mich über das sehr stümperhafte Auftreten der angeblich ach so gefährlichen Scientology wundern musste, zumal ich aus dem abstrusen inkonkreten Wortwust ihrer Publikationen wenig schließen konnte, habe ich mich mit diesem Buch schlauer gemacht.Ich bereue es nicht, es gelesen zu haben. Es gibt einen guten Einblick in die Arbeitsweise der Sekte und gerade die Originaldokumente sind immer noch sehr aufschlussreich. Wie sich die Organisation an vulnerable naive Menschen heranmacht, sie mittels Heilsversprechen in eine tückische Abhängigkeit führt - das alles ist teilweise schön exemplarisch dargestellt.Die Lesefreude trübt der schlechte Schreibstil und die Tatsache, dass das Buch schlichtweg veraltet ist. Hartwig hantiert über etliche Seiten mit zahlreichen Namen von persönlichen Begegnungen, die zwar aufschlussreich das Funktionieren des Systems darstellen, aber eben heute keine Bedeutung mehr haben, gerade außerhalb Baden-Württembergs. Das ist trocken und mitunter auch recht langweilig. Die Rolle von Prominenten wie John Travolta oder Tom Cruise hätte ahingegen usführlicher dargestellt werden sollen.Und was den benannten schlechten Stil weiterhin ausmacht, ist die Person der Autorin selbst, die für meinen Geschmack einen Tick zuviel Selbstdarstellung in den Text mit ein mischt. Persönlich erlebte Anfeindungen und Drohungen darzustellen, ist sicher notwendig wichtig, aber das wenig aufschlussreiche Kapitel über den persönlichen Zickenkrieg mit der anderen großen Scientology-Aufklärerin Uschi Caberta ist es nicht. Zumal der folgende Gesinnungswandel der Autorin (nachzulesen auf der Web0.5-Seite von Ingo Heinemann) nur noch Fragezeichen hinterlässt.Ich kann mir gut vorstellen, dass es bessere und aktuellere Bücher zu dem Thema gibt. Grundsätzlich bleibt es aber lesenswert.

Es gibt bessere Anti-Scientology-Bücher - Ich bin gewiss kein Scientology-Fan, im Gegenteil, ich habe mich lange und intensiv mit der Materie beschäftigt, zahlreiche Bücher gelesen und muss sagen: Es gibt bessere, fundiertere und seriösere Anti-Scientology-Bücher als dieses - auf deutsch zum Beispiel von Norbert Potthoff oder von Friedrich-Wilhelm Haack, oder das englische Buch A piece of blue sky. Mal abgesehen, dass speziell die Autorin DIESES Buches immer wieder negativ in die Schlagzeilen geriet.

Lehrreicher Krimi zur Psycho-Sekte, leider nicht ganz aktuell - Aufklärung tut not.Das dachte sich Renate Hartwig wohl und Recht hat sie.Niemals hatte man mir in der Schule oder sonstwo erzählt, dass es diese Sekte gibt.Das war der Grund für die Anschaffung dieses Buches.Zuerst das Negative: das Buch ist leider schon über 10 Jahre alt geworden und behandelt Fälle, die um diese Zeit oder noch früher spielen. Die meisten Geschichten spielen in Baden-Württemberg ab (so hatte ich den Eindruck, dass Scientology hierzulande in BW am meisten die Menschen im Griff hat oder hatte) und es erzählen Ex-Scientologen oder Angehörige ihre Horrormärchen, welche leider Gottes wahr sind. So war mir bewusst, dass auch ich ein leichtes Opfer hätte werden können, da ich in den 90ern schon mal nicht über die Techniken der Sekte aufgeklärt war. Und hier auch die spannende Frage: könnte mir das auch passieren?Doch leider geht man oft zu sehr auf bestimmte Personen, also einzelne Scientologen ein. Das Thema ?Scientology und die Promis? wird meiner Meinung nach zu kurz aufgegriffen und wirkliche Tipps, wie man sich gegen diese Sekten wehren kann, gibt es nicht.Darüberhinaus: okay, was Renate Hartwig so getan hat, ist wirklich mutig und bemerkenswert und was gegen sie unternommen wurde, bestärkt nur ihre Theorien.Ich hoffe nur, sie sieht sich trotzdem nicht als eine Art Messias gegen Scientology, nur weil andere diesen Mut nicht haben. Wobei aber man eines auf jeden Fall lernt in diesem Buch: da wo durch eine Religionsgruppe Menschenrechte mit Füßen getreten werden, hört der Spass auf.Innerhalb des Werkes gibt es diverse Bilder und Fotos zum Ansehen, beispielsweise Ausschnitte aus (Scientology-)Zeitungen, Newsletter und Werbeanzeigen. Ausserdem hilfreich: ein kleiner Lexikonteil zu Fachbegriffen und Abkürzungen am Ende des Buches.Kurz: für jene, die sich informieren wollen über Scientology und auch ihre Verhältnisse in Deutschland (sofern sie sich seit 1994 nicht geändert haben) kann zu diesem Buch greifen.

Faszinierend und erschreckend zugleich - finde ich die Vorgehensweise von Scientology. Das Buch macht sehr spannend und verständlich klar, wie gefährlich Scientology wirklich ist.Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

Offensive Aufklärung - Das Einzige was zählt - Es gibt viele Bücher zum Thema Scientology, aber nur wenige rütteln die Leser wach. Dieses Buch ist eines davon, was offensive Aufklärung betreibt und furchtlos dieses Thema angeht. Es ist zwar nicht unbedingt hoch literarisch geschrieben, an einigen Stellen auch etwas durcheinander, aber es geht ja um Auklärung und nicht um das neue Buch von Marcel Reich Ranicki.




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