
Sieht nobel aus, ist unbrauchbar - Scientology ist weiterhin im Gespräch - größtenteils sind allerdings negative Assoziationen damit verknüpft.Die (scientologischen) Grundlagen des Denkens sind nicht mit denen vernünftig denkender Lebewesen (Menschen, Thetane u.Ä.) vereinbar. Hubbards Theorien beruhen auf einem Menschenbild aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, das seitdem nie überarbeitet wurde und auch nicht überarbeitet werden konnte - und zwar aus dem einfachen Grund, weil Herr Hubbard seinen Anhängern ausdrücklich verboten hat, auch nur das Geringste an seinen Schriften zu ändern. Aus diesem Grund finde ich es sehr merkwürdig, dass die Basics, zu denen das vorliegende Buch zusammen mit 17 anderen Grundlagenschriften der Scientology-Organisation gehört, komplett überarbeitet und neu herausgebracht werden mussten, weil sich in der Zwischenzeit angeblich zu viele ... sagen wir mal: Unreinheiten eingeschlichen hätten. Wie konnten diese Unreinheiten überhaupt in Hubbards Schriften Eintritt gefunden haben? Muss nicht alles, was in den scientologischen Verlagen New Era Publications oder Bridge Publications erscheint, zuerst von höchster Ebene genehmigt werden? Hat die höchste Ebene in den vergangenen zwanzig Jahren verseuchte Schriften herausgegeben? Wenn Hubbard das wüsste ... Das ist aber nur eine von so vielen Ungereimtheiten im scientologischen Umfeld. Interessierte Leser und ausstiegswillige Scientologen mag es zum Beispiel auch interessieren, dass Herr Hubbard - als extremradikaler Gegner der Psychiatrie und von Psychopharmaka und sonstigen Drogen - zum Zeitpunkt seines Todes unter dem Einfluss von Vistaril (Hydroxizinchlorid) stand. Dieses Vistaril, das man in seinem Blut fand, ist ein Psychopharmakum, das man u.a. einsetzt, um psychotische und überängstliche Personen zu beruhigen und Neurosen und Angstzustände zu behandeln oder um eine Drogenentzugstherapie zu begleiten. (Näheres dazu erfährt der interessierte Leser im neuen Buch von Frank Nordhausen und Liane von Billerbeck, das man ebenfalls über amazon kaufen kann.) Der Schriftsteller L. Ron Hubbard, radikalster Anti-Drogen-Vertreter stand also selbst unter Drogeneinfluss, als er starb?! Wie lässt sich das erklären? Hatte er dermaßen große Angst vor der von ihm selbst geschaffenen Science-Fiction-Welt? Befürchtete er die Rückkehr des berüchtigten intergalaktischen Fürsten Xenu? Oder haben seine rechtmäßigen Nachfolger (Herr Miscavige et al.) ihm dieses Mittel heimlich verabreicht, als er seinen letzten Willen verfasste? Alles doch sehr merkwürdig. Dazu kommt, dass Scientologen, die natürlich selbst ebenfalls radikal gegen Drogen sind, selbst nicht selten Kettenraucher sind, in Unmengen Kaffee trinken usw., als wären Koffein und Nikotin keine Drogen! Ich würde mich freuen, wenn sich ein mutiger Scientologe fände, der sich endlich trauen würde, bei seinen Vorgesetzten einmal nachzufragen, 1) warum die Basic neu herausgegeben werden mussten, wenn Hubbard die eindeutige Anweisung gegeben hat, dass an seinen Schriften nicht geändert werden darf?2) wie es sein kann, dass der Drogengegner Hubbard selbst Drogen genommen hat? David Miscavige war Zeuge, er war ja selbst dabei, als es diesen Befund gab. Und falls der mutige Scientologe dann nicht ins Straflager - Entschuldigung: ins Rehabilitationslager - geschickt wird, kann er vielleicht endlich zur Aufklärung dieser dubiosen Einzelheiten beitragen.
Scientology eine Philosophie - Wahrlich, es macht einen frappierenden Unterschied, ob man sich von den Meinungen der Kritiker ein Bild über die Sache macht, oder ob man sich mit der Quelle direkt beschäftigt. War es in der Vergangenheit nicht so, dass hartgesottene Gegner der Scientology wie Renate Hartwig die marginalen Phänomene aufblähten und die Uninformiertheit des Bürgers nutzten um der Sache Scientology einen eindeutigen Stempel aufzudrücken? Und dass im Besonderen Renate Hartwig nach näherer und langjähriger Untersuchung der Scientology ihre Gegnerschaft aufgab und in einem Folgebuch sogar einräumte, dass Anschuldigungen und belastende Beweise gezielt Initialisiert und fingiert waren?Das Buch ist in sehr guter Qualität hergestellt, gut eingebunden, mit einer Schriftgröße die auch nach längerem lesen das Auge nicht ermüden läßt. Das Buch ist übersichtlich gehalten, es wurde nicht mit Papier gespart. Weiterhin gibt es einen Glossar zum Nachschlagen der Fachbegriffe und ein Stichwortverzeichnis zum schnelleren Zugriff - ein gewohnter Aufbau eines Dianetik- oder Scientologybuchs.In Grundlage des Denkens gibt L. Ron Hubbard einen Einblick in die Philosophie der Scientology. Und es zeigt sich tatsächlich, dass dieses Buch Grundlagen zum Denken bereitstellt. Er schlüsselt das Dasein in seine eigentlichen Antriebskräfte auf und geht weg vom Materialistischen in einen Bereich des Geistigen, demonstrierend, dass der Mensch etwas geistiges ist, etwas was über Materie herrscht.Er stellt Grundlagen über Verstehen vor und wie man durch forcieren der einzelnen Elemente höheres Verstehen erlangt, was zu mehr Kompetenz im Alltag und im besseren Bewältigen der täglichen Problemstellungen resultiert. Weiterhin eröffnet er Blickwinkel in den Bereich von wünschenswerter Freiheit, analysiert die Komponenten von Freiheit und setzt Freiheit in ein Verhältnis mit Barrieren, da es ohne Barrieren auch keine wirkliche Freiheit geben kann. In diesem Sinne erläutert er das Prinzip der Ursache und Wirkung und zeigt wie das Individuum aus einer Wirkungsposition heraus in selbstbestimmtes Handeln wachsen kann. Er räumt auf mit vielen engstirnigen Vorstellungen, die dem Mensch seit Äonen vermittelt werden und Teil seines Gedankenguts wurden, was die Unbeständigkeit und den Zerfall der verschiedenen Kulturen und Zivilisation begünstigt. In Grundlagen des Denkens wird ein Weg gezeigt, wie man es schaffen kann den Menschen selbst stabil und erfolgreich zu halten und für eine fortwährende Zivilisation zu sorgen. Es ist tatsächlich so, dass dem Individuum Wege gezeigt werden, die der führenden und bestimmenden Kaste nicht in den Kram passen, da ein denkender Mensch schwieriger zu kontrollieren ist wie eine geistlose Marionette, was wohl der Grund für die dauernde Stigmatisierung durch Presse, Kritiker und sogar dem Staat selbst ist. Aber was red ich denn da, bilde dir deine eigene Meinung, aber nicht durch die Augen anderer, sondern mit deinen eigenen!